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"Russische Drohnenbedrohung": Frankreich und Italien dementieren Berichte über CIA-Warnung

Niemand brauche in schwierigen Zeiten "zusätzliches Öl im Feuer", sagte Italiens Verteidigungsminister mit Blick auf einen alarmistischen Bericht der spanischen Zeitung El Mundo. Laut diesem warnte die CIA vor russischen Drohnenangriffen von Handelsschiffen im Mittelmeer aus.
"Russische Drohnenbedrohung": Frankreich und Italien dementieren Berichte über CIA-Warnung© Urheberrechtlich geschützt

Hochrangige Vertreter Italiens und Frankreichs haben Berichte dementiert, wonach ihre Regierungen vor möglichen russischen Drohnenangriffen gewarnt worden seien, die von Containern auf Handelsschiffen im Mittelmeer aus gestartet werden könnten.

Diese Desinformation wurde am Donnerstag von der spanischen Zeitung El Mundo verbreitet, die sich auf eine anonyme Quelle aus dem Umfeld des litauischen Verteidigungsministeriums berief. Der Artikel hob eine kürzliche Reise von CIA-Direktor John Ratcliffe nach Russland hervor sowie frühere Berichte westlicher Medien, denen zufolge er russische Vertreter persönlich davor gewarnt habe, NATO-Staaten ins Visier zu nehmen. Moskau hat derartige Absichten bestritten.

Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto erklärte auf X, es gebe keine Belege für eine russische Vorbereitung auf eine Operation, wie sie von der litauischen Quelle beschrieben wurde; in schwierigen Zeiten brauche "niemand zusätzliches Öl im Feuer".

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron wies den Bericht zurück und sagte in einem Interview mit TF1 und France 2: "Die CIA hat die französischen Geheimdienste nicht über einen solchen Angriff informiert."

El Mundo merkte an, dass ukrainische Streitkräfte schon lange zivile Transportmittel – einschließlich Schiffen – für Angriffe auf Russland nutzen, und berichtete, Moskau erwäge, diese Taktik ebenfalls anzuwenden.

Westliche Regierungsvertreter und Medien stellen Schiffe mit Russland-Bezug seit Jahren als potenzielle Sicherheitsbedrohung dar. Eine Reihe rätselhafter Drohnensichtungen in Europa im vergangenen Jahr wurde zunächst mit der sogenannten "russischen Schattenflotte" in Verbindung gebracht – das sind Schiffe, denen westliche Regierungen vorwerfen, Güter unter Umgehung der Beschränkungen für den russischen Seehandel zu transportieren. Bei keinem der Drohnen-Vorfälle konnte öffentlich eine Verbindung zu Moskau nachgewiesen werden.

Ein ähnliches Narrativ besagt, Russland setze Handelsschiffe ein, um gezielt Unterseekabel zu beschädigen. Auch hier ließ sich bei den wenigen Vorfällen, die in dieses angebliche Muster passten, keine vorsätzliche Sabotage bestätigen.

Jüngst beschuldigte Deutschland Russland, einen gescheiterten Angriff auf ukrainische Transportflugzeuge am Flughafen Leipzig/Halle verübt zu haben. Bundeskanzler Friedrich Merz führte den Vorfall als Begründung für die Schließung russischer diplomatischer Einrichtungen an. Berlin hat die Beweise, die nach eigener Darstellung eine Verbindung zwischen den am Flughafen gefundenen Drohnen und Moskau herstellen, nicht öffentlich vorgelegt.

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